Die Umrüstung bestehender Leuchten auf LED-Technologie ist die nachhaltigere und oft auch wirtschaftlichere Alternative zum vollständigen Leuchtenaustausch. Charakteristische Leuchten bleiben erhalten und werden gleichzeitig auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Das schont Ressourcen, reduziert den CO₂-Ausstoß und bewahrt die lokale Identität des öffentlichen Raums. Darüber hinaus eröffnet die Umrüstung die Möglichkeit, moderne Lichttechnik gezielt einzusetzen: Präzisere Optiken reduzieren Streulicht und Lichtverschmutzung und der Einsatz wärmerer Lichtfarben ermöglicht eine naturverträglichere Beleuchtung für nachtaktive Tiere und ihren natürlichen Rhythmus. In vielen Fällen ist der Zeitaufwand für eine Umrüstung geringer als der für einen kompletten Austausch, bei deutlich niedrigerem Material- und Kostenaufwand.
Eine Revitalisierung nutzt vorhandene Ressourcen, zum Beispiel hochwertige Gehäuse aus Edelstahl oder Guss, weiter. Das spart Material, reduziert den CO₂-Ausstoß bei Herstellung und Transport erheblich und vermeidet unnötigen Abfall im Vergleich zur Neuinstallation.
Das Einsparpotential hängt immer von den gegebenen Ausgangsbedingungen und Projektzielen ab: Welche Leuchtmittel sind verbaut? Wie lang sind die täglichen Betriebszeiten? Und welche Prioritäten werden gesetzt: maximale Einsparung oder Sehkomfort? Eine belastbare Einschätzung setzt daher immer eine individuelle Analyse voraus.
Ein Praxisbeispiel aus Stockholm zeigt, wie diese verschiedenen Elemente zusammenkommen:
In Stockholm wurden konventionelle Leuchten mit durchschnittlich 60W pro Leuchte (teils Kompaktleuchtstofflampen mit 42W, teils Metalldampflampen mit 70W) mit Selux Tritec-Austauschmodulen umgerüstet, was den Verbrauch um etwa 58 % senkte. Durch eine zusätzliche Nachtdimmung zwischen 23:00 und 05:00 Uhr konnte der jährliche Gesamtstromverbrauch um weitere rund 20 % reduziert werden. Dabei stand in Stockholm nicht nur die reine Energieeinsparung im Vordergrund, sondern vielmehr ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sehkomfort, Atmosphäre und Energieeffizienz.
Ja. Selux-Lösungen können die Kriterien staatlicher Förderprogramme – wie etwa der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums (BMUKN) – erfüllen, da sie als professionelle Systemumrüstung gelten. Die Umrüstsätze heben sich von nicht förderfähigen Standard-Retrofits ab, steigern die Energieeffizienz erheblich und erfüllen u.a. durch die integrierbare Zhaga-Schnittstelle die technischen Anforderungen an Lichtqualität und Steuerbarkeit.
Die Tritec-Technologie ist ein modulares System für (dekorative) Leuchten bis zu einer Höhe von 5 Metern und in zwei Varianten erhältlich.
›Tritec Sky‹ bietet präzise Lichtlenkung ohne Streulicht und schützt so natürliche Umgebungen und den Nachthimmel.
›Tritec Ambiance‹ schafft mit einem höheren Anteil an vertikalem Licht eine helle, luftige Atmosphäre mit weichen Übergängen und aufgehellten Fassaden – ideal für Innenstädte, historische Gassen und belebte Plätze.
Beide Varianten sind in verschiedenen Lichtfarben und Reflektorausführungen erhältlich und auch für kleinere Stückzahlen wirtschaftlich einsetzbar.
Je nach Umrüstsatz bietet Selux verschiedene symmetrische und asymmetrische Lichtverteilungen, wie beispielsweise Tritec mit „asymmetrisch Straße" und „asymmetrisch Straße mit Gehweg". Diese minimieren Streuverluste und reduzieren aktiv die Lichtverschmutzung, bei gleichzeitiger Einhaltung der geforderten Beleuchtungsklassen nach DIN EN 13201.
Am Anfang steht eine sorgfältige Planung: Gemeinsam mit dem Kunden analysiert Selux den Bestand, bewertet die vorhandenen Leuchtentypen und entwickelt ein maßgeschneidertes Modernisierungskonzept. Dabei fließen sowohl technische als auch gestalterische Anforderungen ein, um Energieeffizienz, Sehkomfort und Atmosphäre in Einklang zu bringen.
Die Umrüstung auf LED-Technologie bietet weit mehr als reine Energieeinsparung. Durch den Einsatz präziser Optiken (z.B. ›Tritec Sky‹) wird Lichtverschmutzung gezielt reduziert, wodurch natürliche Umgebungen sowie der Nachthimmel weniger beeinträchtigt werden. Darüber hinaus irritieren warme Lichtfarben wie 2.200 K oder 2.700 K Vögel und Insekten deutlich weniger als kaltweißes Licht. Ergänzend ermöglicht der zusätzliche Einsatz unserer ›Circularen Lichtprofile‹, das Lichtspektrum und die Intensität dynamisch an die Bedürfnisse von Mensch und Natur anzupassen.
Die wissenschaftlich fundierten ›Circularen Lichtprofile‹ von Selux steuern das Lichtspektrum dynamisch nach Tages- und Jahreszeit. Der Blaulichtanteil wird dabei gezielt reduziert, sodass Insekten und Vögel nachweislich weniger gestört werden als durch herkömmliches Kunstlicht. So lassen sich Sicherheit für Menschen und Schutz der Biodiversität miteinander verbinden.
Ja. Durch die optionale Zhaga-Schnittstelle können umgerüstete Leuchten vernetzt und in Lichtmanagementsysteme eingebunden werden. Das ermöglicht präzise Steuerung, individuelle Dimmstufen, intelligentes Asset-Management und vereinfacht die Wartung erheblich.
Ja. Selux-Lösungen unterstützen optional den globalen Hardware-Standard Zhaga und ermöglichen darüber die Anbindung an gängige Lichtmanagementsysteme wie DALI, Dyna oder HNS. Städte und Kommunen bleiben so herstellerunabhängig und zukunftssicher.
Selux-Umrüstsätze sind auf eine effiziente Montage ausgelegt. Der vollständige Einbau kann im Rahmen routinemäßiger Wartungsarbeiten oft innerhalb weniger Minuten erfolgen. Möglich wird dies durch mechanische Schnittstellen, die exakt auf den jeweiligen Leuchtenbestand abgestimmt sind.
Ja. Selux-Umrüstsätze sind eigenständig geprüfte und zertifizierte Produkte. Im Gegensatz zu einfachen Lampen-Retrofits, bei denen die Kombination aus Ersatzlampe und bestehendem Gehäuse als ungeprüftes Gesamtsystem gilt und der Einbauende rechtlich zum Hersteller wird, bleibt bei Selux-Umrüstsätzen die technische Verantwortung beim Hersteller. Wir empfehlen jedoch, die CE-Konformität im Einzelfall zu prüfen.
